Sauron hat geschrieben:Genau die ist es.

Und? Hast du zu Empres of the Deep damals auch ein Urteil geschrieben und gespeichert?
Ansonsten bist du ja gerade sehr Rollenspiel-lastig unterwegs. Anachronox sagt mir absolut gar nix, obwohl ich eigentlich den Rollenspiel-Sektor zumindest etwas verfolge (wenn auch nur sehr selten welche spiele), aber das lief ja dann scheinbar eh ziemlich unter dem Radar.
Klar habe ich eine Kritik zu Empress of the Deep geschrieben

und dem Spiel eine 3 verpasst, d.h., dass es tut, was es soll, ohne zu überraschen - eben etwas Solides. Ich habe es 2014 gespielt. Ich habe Dir meine Kritik mal rauskopiert (Es fehlen nur die Zusammenfassung der Handlung und das Fazit):
Empress of the Deep ist ein Wimmelbildspiel, das der Computerbild Spiele von Deutschland spielt zur Verfügung gestellt wurde. Nachdem ich gerade mit einem anderen Paket von Wimmelbildspielen vom selben Hersteller von der Computerbild Spiele 02/2011 schlechte Erfahrungen gemacht hatte, entschloß ich mich, dieses Spiel gleich hinterherzuinstallieren. Und tatsächlich erlaubt sich Empress of the Deep genau denselben Mist, der mich schon bei dem anderen Paket geärgert hat. Denn neben der eigentlichen Vollversion wird das Game Center von Deutschland spielt mitinstalliert, sowie drei Demos (Ein Yankee unter Rittern, Jewel Legends - Tree of Life und Garten-Glück - Jetzt wird renoviert). Der Umfang des Deutschland-spielt-Ordners wuchs dadurch von 2,2 GB auf 2,74 GB an. Von den 540 MB war weniger als ein Drittel gewünscht. So etwas sollte man sich nicht erlauben. Die Installation dauerte entsprechend länger als eigentlich notwendig. Zudem wird das Game Center auf die C:-Partition gemüllt und auf das unautorisierte Vollmüllen meiner Systempartition reagiere ich allergisch.
Zuerst einmal fällt auf, daß sich das Spiel nicht mehr direkt über das Desktop-Icon starten läßt, wenn das Game Center schon geöffnet ist, sondern aus dem Game Center aufgerufen werden muß. Einleuchten will mir das nicht. Ist das Game Center noch nicht geöffnet, öffnet ein Doppelklick auf das Desktop-Icon zuerst das Game Center und dann das Spiel. Natürlich dauert das alles seine Zeit. Die Auflösung des Spiels liegt mal wieder bei wenig berauschenden 800x600 Pixeln. Trotzdem hat mir das Spiel graphisch ganz gut gefallen. Das liegt vor allem daran, daß die Umgebungsgraphik sich qualitativ an Myst orientiert. Nur wenn Anna oder eines ihrer Familienmitglieder zu sehen ist, fällt das negativ auf, weil die Figuren in ihrer Comicgraphik einen stilistischen Bruch mit der Umgebung bedeuten. Wie bei anderen Wimmelspielen auch, ist bei Empress of the Deep wenig einzustellen. Die musikalische Untermalung ist mir nicht negativ aufgefallen. Freies Speichern ist wie immer nicht möglich, das Spiel speichert den Spielefortschritt unter einem Profilnamen. Daraus folgt schon, daß Empress of the Deep streng linear abläuft. Gut gefallen hat mir die Sprachausgabe, die endlich mal nicht so übertriebene Betonungen aufwies, wie ich sie bisher erlebt habe.
Ich hätte dem Spiel gerne mal eine bessere Note als die Standard-3 gegeben, die die besseren Wimmelbildspiele bei mir erreichen. Aber das Spiel ist mit ca. 3 Stunden Spielzeit wieder ausgesprochen kurz. Da es zum jetzigen Zeitpunkt noch zwei Fortsetzungen gibt, gehe ich davon aus, daß alle drei Teile in etwa die Spielzeit eines Vollpreisspiels erreichen, dann aber auch den Preis eines Vollpreisspiels kosten, aber weniger zu bieten haben als Vollpreistitel. Das beginnt mit der Geschichte, die grundsätzlich von der Stange ist, aber im Detail leider keinen Sinn ergibt. Von der Stange ist, daß von zwei Schwestern die böse, die nicht für die Thronfolge vorgesehen ist, den Thron usurpiert und ihre gute Schwester mit dem Tode bedroht. Ebenfalls von der Stange ist, daß die gute Schwester von einem Getreuen gerettet und verborgen wird. Warum das gerade für 100 Jahre in einem Mausoleum geschehen mußte, ist schon nicht so richtig einzusehen. Wirklich wirr wird das Ganze aber an anderer Stelle: Nachdem Anna die letzte der 10 Kugeln aktiviert hat, wird ihr eröffnet, daß sie damit die Selbstzerstörung der unterseeischen Stadt eingeleitet hat. Während also offensichtlich alle Kugeln aktiviert sein müssen, um die Selbstzerstörung zu starten, reicht das Deaktivieren einer Kugel zum Abschalten der Selbstzerstörung nicht aus. Während Anna durch die Orte hastet, um die Kugeln wieder abzustellen, fährt ihre Schwester Pandora, die amtierende Kaiserin, in die unterseeische Stadt und droht Anna, die Kuppel mit einer Bombe zu sprengen. Anna hastet daraufhin zu der Kapsel, mit der Pandora nach unten gekommen ist und verläßt die Stadt, während Pandora mit ihrer Bombe unten bleibt und entweder explodiert oder ertrinkt. Aber warum sollte Pandora das tun? Sie kennt offensichtlich Annas Aufenthaltsort. Warum wartet sie dann mit der Zerstörung so lange, bis Anna wieder aufwacht? Und warum kommt sie selbst? Warum zerstört sie die ganze Installation nicht von außen bzw. läßt sie zerstören? So lange, wie Anna versucht, ihre Herkunft zu klären, fand ich das Spiel interessant - nicht wirklich spannend, weil man als Spieler schon sehr schnell weiß, wohin der Hase läuft, aber auch nicht langweilig. Am Ende fühlte ich mich aber etwas verhohnepiepelt.
In Bezug auf die Rätsel kann man Empress of the Deep hingegen ein für Wimmelbildspiele vernünftiges Niveau attestieren. Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Wimmelbildern, deren Hintergründe thematisch gut in das Spiel eingepaßt sind. Die zu findenden Gegenstände haben hingegen in der Regel thematisch mit der Handlung oder dem Ort überhaupt nichts zu tun. Besser sind sowieso die zahlreichen Rätsel. Bis jetzt hat kein Wimmelbildspiel, das ich gespielt habe, so viel Adventureelemente enthalten wie Empress of the Deep. Das Inventar ist zwar zumeist ziemlich leer und die Anwendung der Gegenstände offensichtlich, aber Empress of the Deep orientiert sich, was die Rätsel anbelangt, sowieso eher an Spielen wie Shivers und bietet eine ganze Reihe von Logik- und Verschieberätseln. Aber der Schwierigkeitsgrad dieser Rätsel wäre für ein richtiges Adventure zu niedrig. Natürlich hat das Spiel auch eine Hinweisfunktion, die ich in den Wimmelbildern gerne in Anspruch genommen habe. Sie lädt sich erstaunlich schnell wieder auf. Weiß man bei einem Logikrätsel nicht genau, was von einem gefordert wird, gibt der Tip eine Erläuterung des Rätsels und wandelt sich danach in einen Überspringen-Knopf. Kommt man nach der Erläuterung also immer noch nicht weiter, kann man das Rätsel auch überspringen.
Empress of the Deep punktet vor allem im Atmosphärischen, wozu beiträgt, daß der Ort, durch den sich Anna bewegt, einen durchgängig begehbaren Eindruck macht. Leider haben sich die Entwickler gespart, auch die Perspektiven zu erstellen, die Anna sehen würde, wenn sie sich umdreht. Da das Areal recht groß ist, haben die Entwickler eine Karte in Annas Notizbuch untergebracht, in die die erforschten Orte eingetragen werden. Leider ist diese Funktion nicht zu Ende gedacht worden, denn die Möglichkeit, über die Karte einzelne Orte gezielt ansteuern zu können, wurde nicht implementiert. Ansonsten enthält das Notizbuch noch alle gefundenen Rätselhinweise und faßt Annas Erlebnisse in Form einer Geschichte zusammen. Im Notizbuch werden sowohl die gefundenen Herrschaftsinsignien als auch die Anzahl der aktivierten lila Kugeln festgehalten. Zudem gibt es eine Seite, auf der Blüten gesammelt werden. Die Funktion dieser Sammlung ist mir aber verborgen geblieben, denn mit den Blüten muß am Ende nichts getan werden.
Eine Entscheidung zu treffen ist ein Massenmord an Möglichkeiten.